Versunkenes Atlantis entdeckt – oder auch nicht

Ein Experte will den Ort ausgemacht haben, wo die legendäre versunkene Stadt Atlantis zu finden sein soll: Im atlantischen Ozean zeigen Google Earth und Google Maps regelmäßige "Zeichnungen", in denen der Experte eine Karte von Atlantis sehen will. Google selbst spricht von einem Softwarefehler.

Im britischen Boulevarblatt "The Sun" wird Dr. Charles Orser als Experte für Archäologie im Allgemeinen und Atlantis im Besonderen zitiert. Er soll die Bilder in Googles Kartenwerk als "faszinierend" bezeichnet haben. "Der Ort ist einer der bekanntesten für den bislang vermuteten Standort von Atlantis", so Orser. "Er verdient eine nähere Betrachtung." Das Gebiet ist etwa 20.000 Quadratkilometer groß – etwa so groß ist auch das Bundesland Rheinland-Pfalz.

Das vermeintlich seltsam gezeichnete Gebiet hatte der Luftfahrt-Ingenieur Bernie Bamford entdeckt, als er Google Ocean durchstreifte. "Es sieht aus wie eine Luftaufnahme von Milton Keynes", meint er. "Das muss von Menschenhand gemacht sein." Der Ort Milton Keynes wurde am Reißbrett geplant.

WELT ONLINE bietet seinen Experten und Redakteur Wolfgang W. Merkel dagegen. Der Geograph meint: "Ich kenne keinen Prozess, bei dem das möglich wäre. Die ozeanische Erdkruste wird dort eigentlich nicht gefaltet oder eingeebnet." Um eine gesprengte Vulkaninsel könne es sich auch nicht handeln: "Dann würde man das nicht so erkennen können, Atlantis wäre dann auch zerfetzt worden."

In der Online-Ausgabe der Zeitung "Daily Mail" wird indes von einem Software-Fehler gesprochen. Laut Google sollen die Linien von einem Boot "gemalt" worden sein, das dort herumgefahren ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Boote Daten vom Untergrund sammeln.

Vor drei Jahren hatte der deutsche Geologe Gernot Spielvogel nach 15 Jahren Forschungsarbeit eine Theorie präsentiert, wo die sagenumwobene Insel liegt. "Wir haben das endgültig bewiesen", sagte er. Er habe Belege dafür, dass Atlantis nahe den Azoren lag. Zum Beispiel habe er Mauerruinen der sagenumwobenen Insel an der Küste Westafrikas entdeckt. Vor 11.500 Jahren habe der Einschlag eines Himmelskörpers Atlantis zerstört und gigantische Tsunamis ausgelöst, die die tonnenschweren Steine an den Strand geworfen hätten. Heute liege Atlantis in mehr als 1500 Meter Tiefe auf dem Grund des Atlantischen Ozeans vor Nordwestafrika. Den Einwand, ein derartig tiefes Absinken der Insel lasse sich mit moderner Forschung nicht vereinbaren, begegnet Spielvogel mit dem Verweis auf "jahrhundertealte geologische Erkenntnisse".

Schon Plato beteiligte sich daran mit seiner Geschichte von Atlantis, die er als Zehnjähriger gehört haben wollte und als 80-Jähriger aufzeichnete. Demnach soll Atlantis innerhalb "eines Tages und einer Nacht" im Meer versunken. Der Philosoph ließ es damals noch offen, ob der Untergang der Stadt eine Strafe war.

Am Strand

Eine Annäherung an geographische Fragestellungen und Definitionen

Was gibt eigentlich den Anlass, sich mit der Beschaffenheit der Oberfläche unseres Planeten in Form einer eigenen wissenschaftlichen Disziplin auseinander zu setzen - und vor allem: Warum kann dabei die Beschränkung auf die Geographie der durch Menschen hervorgebrachten Strukturen und Prozesse interessant oder gar spannend sein? Erste Antworten auf diese Fragen versucht dieses einleitende Kapitel zu skizzieren.

Die Erde war ursprünglich, d.h. vor etwa 4,5 Mrd. Jahren, geschmolzenes Magma; dann kühlte sie allmählich ab und entwickelte eine feste Kruste mit Spalten, aus denen dann Lava und gefangene Gase an die Oberfläche drangen und die erste primitive Athmosphäre bildeten. Darin kondensierte Wasserdampf, stieg auf und fiel als Regen nieder, der schließlich tiefer gelegene Bereiche der jungen Erdoberfläche mit Ozeanen bedeckte. Das Temperaturniveau, das die Entstehung von Ozeanen ermöglichte, war nach neueren Daten vor etwa 4,4 Mrd. Jahren erreicht.
Vor rund 3,5 Mrd. Jahren bildeten sich in den Ozeanen erste primitive Lebensformen (Bakterien und Blaualgen), die sich im Laufe von vielen Millionen Jahren allmählich zur rezenten Vielfalt an Lebensformen entwickelte. Die jeweiligen Lebensformen hinterließen in m.o.w ausgeprägter Weise Spuren auf der Erdoberfläche. Eine drastische Veränderung ergab sich z.B. mit der "Erfindung" der Photosynthese und der Freisetzung von Sauerstoffmolekülen in den Ozeanen und der Athmosphäre; eine weitere mit der Besiedlung des festen Landes. Doch nicht nur geologische, klimatische und biologische Prozesse hinterließen Spuren auf der Erde - dem von der Sonne aus gesehen dritten Planeten unseres Systems - auch kosmische Ereignisse haben wohl mehr als einmal das Gesicht unseres Planeten deutlich verändert. Vor rund 65 Mio. Jahren trat eine dieser Massenkatastrophen ein, die fast alle der bis dahin vorherrschenden tierischen Lebensformen der Saurier ausrottete. Kleinere Wesen, die die vorübergehenden katastrophalen Veränderungen der Lebensbedingungen überlebten, wuchsen schließlich in die Epoche der Säugetiere herein, in der auch wir Menschen leben. Die Menschen sind also - absolut gesehen - Neuankömmlinge; unsere Vorfahren sind erst seit wenigen Mio. Jahren vorhanden und auch wenn wir immer mehr Fossilfunde haben, die die Entwicklung des Menschen belegen, so sind doch erst für die letzten 50.000 Jahre Belege für die Lebensweise dieser zunächst vollständig behaarten Zweibeiner bekannt - gewissermaßen nur ein kosmischer Wimpernschlag- aus der menschlichen Wahrnehmung heraus eine Ewigkeit. In dieser kurzen - bezogen auf die Entwicklung von immer ausgefeilterer Technik noch viel kürzeren - Entwicklungsperiode der Erde, haben die Menschen immer deutlichere, teilweise vorher nie da gewesene Spuren auf der Oberfläche und auch im oberen Bereich der Erdkruste hinterlassen. Einem Teil dieser Spuren und mancher Regelhaftigkeit ihrer Entstehung widmete sich dieses Skript, das nun inhaltlich größtenteils in das Wikipedia-Projekt verlagert wurde.



(Konfliktologie)

Strategien der Konfliktlösung

Um als Führungsperson erfolgreich zu sein, sollten Sie Konflikten wirksam auf den Grund gehen können und Methoden der Konfliktlösung beherrschen.


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veshestva-akimov-ae-bingi-vn-1991-analogichnimi-svojstvami-obyasnyayut-avtori-vozmozhnost-perezapisi-lekarstvennih-veshestv-na-razlichnie-nositeli.html
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